01 | Gruntz für Violoncello Solo


Ich habe Gruntz für Violoncello Solo bereits 2008 geschrieben und meiner Frau und Partnerin Maiken Beer gewidmet. Sie hat es bei zahlreichen Gelegenheiten gespielt. Eine dieser Gelegenheiten war ein Hauskonzert im alten Haus meiner Mutter. Diese Konzerte und Feste sind vor allem für ihre kulinarische Opulenz in unserem Umfeld bekannt geworden. Ob es damals Schweinsbraten gab, weiß ich nicht mehr. Es hat uns aber sicher an nichts gefehlt.


Der Garten unseres alten Hauses in Graz. Viele schöne Feste gab es hier.

Mit dabei war Clemens Wenger und seine spontane Begeisterung für Maikens Performance und das Stück haben letztlich zu diesem gemeinsamen Projekt DEKADENZ geführt.
Das Stück basiert auf einem Leadsheet-Stück, das mittlerweile auch Gruntz heißt und das ich irgendwann mit Stefan Heckel uraufgeführt hatte. Auch mit dem Bläserquartett Hansi gab es einige Versionen. Für die Diplomprüfung unserer Oboistin Theresia Melichar habe ich außerdem eine Version des Stücks geschrieben, das ich in Anlehnung an ein paar Schubert-Zitate Franz Tanz nannte.

Für unsere gemeinsame Gruntz Suite hat Clemens alle Versionen des Stücks für seine weiteren Beiträge verarbeitet. Zuerst entstand daraufhin Sonus Gruntzus für das Trio nee., davon wurde Sonus Gruntzus Enormus abgeleitet. Armes Schwein Teil 1 und 2 bezieht sich zumindest was das Soloinstrument betrifft auf meine Oboenversion.

Das große Rätsel wie es zu dem Namen kam, ist für mich nicht mehr ganz nachvollziehbar. Bei den ersten Noten könnte es schon die Assoziation von grunzen gewesen sein…
Irgendeine Assoziation hat mich an George Gruntz denken lassen und das Missverständnis hat auch zu einem freundlichen Briefwechsel mit ihm geführt. (DR)

Gruntz für Violoncello Solo – Partitur (PDF)